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Arnika – Wirkung, Anwendung, Salbe, Kügelchen | Wo kaufen?

Seit dem 18. Jahrhundert ist die Arnika eine beliebte Heilpflanze, die insbesondere bei Verletzungen zum Einsatz kommt. Arnika-Globuli sind ein wichtiger Bestandteil vieler Hausapotheken, und selbst Sportler schätzen die zarte Pflanze mit den gelben Blüten für ihre heilende Wirkung bei Verstauchungen, Muskelkater und mehr. Arnika-Produkte sind in vielen Darreichungsformen erhältlich und ermöglichen so ein breites Anwendungsspektrum.

 

Arnika kaufen

Arnika (Arnica montana) blüht leuchtend gelb und wächst überwiegend auf sauren, kalkarmen Wiesen sowie Weiden in europäischen Gebirgen. Vereinzelt stehen die Pflanzen auch in lichten Wäldern sowie in Mooren mit Lehm-, Torf- oder Tonböden.

Sie können Produkte mit Arnika in Apotheken (online und offline), in Drogerien oder über die Onlineshops einiger Hersteller kaufen.

Zubereitungen mit Arnika werden – abgesehen von Globuli – äußerlich (tonisch) angewendet. Tinkturen, Salben, Cremes, Gele, Mundspülungen, Roll-On-Stifte und Massageöle dürfen nur auf unverletzte Haut aufgetragen werden.

Anwendungsformen

Arnika Tinktur

Eine Arnika-Tinktur besteht aus einem Teil Arnika-Blüten und zehn Teilen Ethanol (1:10). Sie können eine Arnika-Tinktur recht einfach selbst herstellen: Setzen Sie dazu 10 Gramm getrocknete Arnika-Blüten mit 100 Millilitern 70-prozentigem Alkohol an. Schütteln Sie die Mischung täglich und lassen Sie sie zwei Wochen an einem hellen Ort ziehen. Anschließend können Sie das Gemisch filtern (z. B. mithilfe eines Kaffeefilters) und in ein dunkles Fläschchen füllen.

Pflücken Sie keine wild wachsende Arnika – die Pflanzen stehen unter Naturschutz. Sie können Arnika im eigenen Garten an einem sonnigen Platz auf sandigem Boden kultivieren oder getrocknete Blüten in der Apotheke kaufen.

Achtung: Wenden Sie Tinkturen ausschließlich verdünnt an! Das Verhältnis 1:5 hat sich besonders für Einreibungen und Umschläge bewährt. Für Umschläge mit Arnika tauchen Sie ein Baumwolltuch in die 1:5 verdünnte Tinktur und wickeln dieses anschließend um die schmerzende Stelle. Legen Sie danach ein trockenes Tuch darüber und wechseln Sie aller fünfzehn bis dreißig Minuten den Umschlag. Möchten Sie die Tinktur für Mundspülungen oder zum Gurgeln verwenden, verdünnen Sie die Lösung im Verhältnis 1:10 mit Wasser.

 

Arnika Aufgüsse

Für einen Arnika-Aufguss benötigen Sie 2 Gramm getrocknete Arnika-Blüten und 100 Milliliter heißes Wasser. Übergießen Sie die Blüten mit dem kochenden Wasser und lassen Sie das Ganze fünf bis zehn Minuten ziehen. Sobald der Aufguss abgekühlt ist, können Sie diesen für kühlende Umschläge oder für Einreibungen verwenden.

 

Arnika Salbe, Creme & Gel

Salben, Cremes und Gele unterscheiden sich unter anderem in ihrer Konsistenz und lassen sich dadurch unterschiedlich gut verreiben. Cremes bestehen aus einer Mischung aus Wasser und Öl, wodurch sie sich mühelos verteilen lassen und schnell einziehen. Salben werden hingegen ohne Wasser zubereitet und bestehen aus Fett. Durch die dicke, zähe, feste Konsistenz müssen Sie gut verrieben werden und hinterlassen anschließend einen fettigen Film auf der Haut, der zwar schützt und pflegt, sich häufig aber unangenehm anfühlt. Fettfreie Gele eignen sich hervorragend, um Juckreiz zu lindern. Sie ziehen in der Regel schnell ein und haben einen kühlenden Effekt.

Tipp: Sie können die kühlende Wirkung eines Arnika-Schmerzgels verstärken, indem Sie die Tube im Kühlschrank aufbewahren.

 

Arnika Roll-On-Stifte

Roll-On-Stifte sind perfekte Begleiter für unterwegs und passen in jede Hand- oder Sporttasche. Unkompliziert und ohne sich die Hände schmutzig zu machen, können Sie mit der beweglichen Kugel verspannte Muskelpartien lockern. Typische Anwendungsgebiete sind die Schultern, der Nacken und der Rücken. Der Roll-On-Stift ähnelt optisch einem Deostift, zieht schnell ein und wirkt belebend, aktivierend sowie lockernd.

 

Arnika Massageöl & Duschgel

Arnika-Massageöle werden besonders von Sportlern und gestressten Menschen geschätzt. Nach einem langen Arbeitstag wirkt eine wohltuende Massage mit Arnika-Extrakten nicht nur entspannend, das Öl pflegt gleichzeitig auch die Haut. Vor dem Sport oder vor körperlicher Anstrengung schützt eine wärmende Massage mit einem Arnika-Massageöl vor Verkrampfungen, fördert die Durchblutung und steigert die Leistungsfähigkeit. Nach dem Sport kann eine Massage Muskelkater und Verspannungen vorbeugen. Die Arnika-Massageöle eignen sich hervorragend für die tägliche Hautpflege.

In (Online-)Apotheken und guten Drogerien finden Sie außerdem Duschgele mit Arnika-Extrakt: Auf diese können Sie zurückgreifen, wenn Sie zu leichten, gelegentlichen Verspannungen neigen und in erster Linie auf der Suche nach einem pflegenden, belebenden Duschgel sind. Wenn Sie unter stärkeren Schmerzen, Verspannungen oder Verkrampfungen leiden, empfiehlt sich die Kombination aus Arnika-Duschgel und dem anschließenden Auftragen eines Arnika-Schmerzgels.

Tipp: Sie genießen lieber ein warmes Wannenbad? Dann geben Sie 4 Esslöffel Arnika-Tinktur in das fertige Badewasser und verzichten Sie stattdessen auf das Duschgel. Ein ausgiebiges Arnika-Bad lindert Gelenk- und Gliederschmerzen, fördert die Durchblutung und beschleunigt die Heilung von Verletzungen.

 

Arnika Mundspülung

Entzündungen der Mundschleimhaut oder des Zahnfleisches sind keine Seltenheit. Vor allem Zahnfleischentzündungen können weitreichende Folgen haben – vom Zahnfleischrückgang über eine gesteigerte Schmerzempfindlichkeit der Zahnhälse bis hin zum Zahnverlust. Mundspülungen mit Arnika können Entzündungen im Mund- und Rachenbereich lindern und zur Genesung beitragen. Heiserkeit und beginnende Halsinfektionen können Sie ebenfalls mit einer Arnika-Gurgellösung eindämmen.

Sie können eine Arnika-Mundspülung bzw. Gurgellösung mithilfe einer Arnika-Tinktur ganz einfach selbst herstellen: Geben Sie 10 Milliliter Tinktur in ein Glas mit 100 Millilitern lauwarmem, abgekochtem Wasser (entspricht einem Verhältnis von 1:10). Das Mischverhältnis eignet sich außerdem für Umschläge oder Einreibungen bei Sonnenbrand.

Als Faustregel können Sie sich auch an folgendem Beispiel orientieren: 1 Esslöffel Tinktur (ca. 15 Milliliter) in einen mit Wasser gefüllten Zahnputzbecher (ca. 150 Milliliter) geben.

 

Homöopathie: Arnika Globuli

Homöopathische Globuli sind kleine Kügelchen aus Rohrzucker, denen Arnika stark verdünnt zugesetzt wurde. Sie werden zum Beispiel vor chirurgischen Eingriffen verabreicht, um Blutergüsse zu vermeiden und um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Auch vor Zahnentfernungen und zahnchirurgischen Eingriffen kommen die Kügelchen zum Einsatz. Darüber hinaus sind sie für viele Menschen das Hausmittel Nummer eins, wenn es um Verletzungen, Verstauchungen, Verspannungen, Entzündungen, Schwellungen, Insektenstiche oder Gelenkschmerzen geht. Die Kügelchen sollen außerdem die Abwehrkräfte stärken und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren.

Erwachsene können bei Bedarf 1-3x täglich 5-10 Kügelchen einnehmen. Kinder zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr sollten etwa zwei Drittel dieser Dosis erhalten, bei Kleinkindern bis zum 6. Lebensjahr genügt die Hälfte der Erwachsenendosis. Säuglingen bis zum 1. Lebensjahr sollte nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt ein Drittel der Erwachsenendosis zugeführt werden. Homöopathische Mittel mit Arnika (Kügelchen, Tabletten, Tropfen) sind die einzigen Produkte, die oral eingenommen werden.

 

Anwendung & Wirkung

Die Arnika ist eine altbewährte Heilpflanze. Sie kann bei verschiedenen Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt werden, zum Beispiel bei:

  • entzündeten Insektenstichen
  • (rheumatischen) Muskel- und Gelenkschmerzen, Muskelkater
  • Gliederschmerzen im Rahmen einer Erkältung oder Grippe
  • oberflächlichen Venenentzündungen
  • Verbrennungen, beispielsweise Sonnenbrand
  • stumpfen Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen, Quetschungen, Zerrungen, Blutergüssen
  • Taubheitsgefühl und/oder Bewegungseinschränkungen in vereinzelten Körperregionen aufgrund von Verletzungen
  • Verspannungen, Verkrampfungen
  • Lymphödemen (Flüssigkeitsansammlung in Haut und Unterhaut aufgrund einer Störung des Lymphgefäßsystems)
  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum
  • Windelausschlag
  • Entzündung eines Haarbalgs (Furunkel)
  • chirurgischen Eingriffen (davor und danach)

Psyche

Arnika-Globuli werden darüber hinaus auch eingesetzt, um die Psyche sowie den Geist zu stärken und um den Gemütszustand zu verbessern. Die Globuli können insbesondere bei Unruhe, Schlafstörungen, Albträumen, nervösen Herzbeschwerden, seelischen Verletzungen, Trauer und Schockerlebnissen hilfreich sein. Ebenso kann das homöopathische Mittel Personen helfen, die Angst vor Berührungen haben, ihre Beschwerden bagatellisieren, Hilfe ablehnen und allein sein wollen.

 

Sonnenbrand

Sonne ist für die Gesundheit sehr wichtig, denn nur bei ausreichender Sonnenbestrahlung kann der Körper Vitamin D bilden. Dieses Vitamin ist für stabile Knochen sowie starke Muskeln verantwortlich und unterstützt die Regulation des Calcium- und Phosphathaushaltes. Doch vor allem im Hochsommer kann zu viel Sonne schnell gefährlich werden: Die ultravioletten Sonnenstrahlen dringen in die oberste Hautschicht ein und lösen einen Entzündungsprozess aus – Sonnenbrand entsteht.

Verdünnte Arnika-Tinktur, kühlendes Arnika-Gel, Salben oder Cremes können dann Linderung verschaffen. Tragen Sie die Produkte jedoch nur auf, wenn Sie keine offenen Hautstellen haben. Die Inhaltsstoffe der Pflanze wirken entzündungshemmend und abschwellend. Im Kühlschrank gelagertes Arnika-Gel oder kühlende Umschläge tun bei Sonnenbrand besonders gut.

Arnika für Tiere

Homöopathische Arnika-Produkte können Sie auch Ihrem Haustier (z. B. Katze, Hund) geben, wenn sich dieses verletzt hat. Sie können dem Tier bis zu dreimal täglich fünf Kügelchen in der Potenz D6 verabreichen. Lassen Sie Ihr Haustier vorsichtshalber nach jeder Verletzung von einem Tierarzt untersuchen und ersetzen Sie Medikamente nicht ohne ärztlichen Rat durch Globuli!

Nebenwirkungen

Auf Arnika reagieren einige Menschen allergisch. Sollten Sie bei sich eine allergische Reaktion bemerken, brechen Sie die Behandlung sofort ab, reinigen Sie gegebenenfalls vorsichtig die behandelte Fläche und suchen Sie einen Arzt auf. Bei einer bekannten Allergie gegen Korbblütler (Asteraceae) sollten Sie sämtliche Arnika-Produkte besser meiden.

Bei einer sehr langen Anwendung kann es darüber hinaus zu entzündlichen Hautveränderungen (Ekzemen) kommen. Wenden Sie die Produkte nicht auf offenen Hautstellen an! Dies kann Hautentzündungen mit lokalen Schwellungen und Bläschenbildung hervorrufen. Ähnliche Reaktionen können auch auftreten, wenn Sie Ihre Haut mit unverdünnten Produkten wie zum Beispiel der hoch konzentrierten Tinktur einreiben.

Nehmen Sie Arnika – mit Ausnahme der homöopathisch verdünnten Globuli – niemals innerlich ein, auch nicht als Tee! Dies kann Herzrhythmusstörungen, Schwindel, Durchfall, Kopfschmerzen und Nasenbluten zur Folge haben.

Inhaltsstoffe

Von größter medizinischer Relevanz sind die Arnika-Blüten: In ihnen stecken Sesquiterpenlactone (natürliche Abwehrstoffe der Pflanze), insbesondere Helenalin. Des Weiteren sind noch Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe), Cumarine, Phenolcarbonsäuren und ätherisches Öl (Thymol) enthalten.

Diese Wirkstoffe sind für die schmerzstillenden, entzündungshemmenden, antibakteriellen, antiseptischen, abschwellenden, juckreizlindernden und durchblutungsfördernden Effekte der Pflanze verantwortlich.

Dosierung

Sie können Gel, Salbe, Creme, verdünnte Tinktur usw. bei Bedarf mehrmals täglich auf die schmerzenden Hautstellen auftragen. Homöopathische Kügelchen können Sie bis zu dreimal täglich einnehmen. Halten Sie sich bei der Anwendung von Arnika-Produkten stets an die Hinweise in der Packungsbeilage und fragen Sie bei Unklarheiten Ihren Arzt oder Apotheker!

Dosierung

Sie können Gel, Salbe, Creme, verdünnte Tinktur usw. bei Bedarf mehrmals täglich auf die schmerzenden Hautstellen auftragen. Homöopathische Kügelchen können Sie bis zu dreimal täglich einnehmen. Halten Sie sich bei der Anwendung von Arnika-Produkten stets an die Hinweise in der Packungsbeilage und fragen Sie bei Unklarheiten Ihren Arzt oder Apotheker!

Arnika in der Schwangerschaft

Schwangere Frauen sollten auf Arnika verzichten, da die Wirkstoffe Kontraktionen der Gebärmutter anregen und somit Wehen auslösen können. Erlaubt sind während der Schwangerschaft homöopathische Globuli, Tabletten oder Lösungen.

Werdende Mütter können die homöopathischen Mittel bei stumpfen Verletzungen oder schmerzhaften Kindsbewegungen einnehmen. Während der Geburt können die Kügelchen den Wehenschmerz sowie den Geburtsschmerz verringern und die Nachgeburt erleichtern. Vor sowie nach Kaiserschnitten, Geburtsverletzungen und Dammschnitten können die Globuli die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren, die Schmerzen reduzieren und die Wundheilung fördern.

Erleiden Babys ein Geburtstrauma, zum Beispiel aufgrund eines (Not-)Kaiserschnittes, einer Saugglocken- oder Zangengeburt, kann ihnen homöopathisch eingesetzte Arnika über das seelische Trauma hinweghelfen. Die Globuli können auch vorsorglich verabreicht werden, wenn ein Kind operiert werden muss.

Was ist Arnika?

Die echte Arnika (Arnica montana) ist ein Berg- und Alpengewächs, das sich bei kühlen Temperaturen auf kalkarmen Bergwiesen und Waldlichtungen wohlfühlt. Die Pflanze ist in den höheren Gebieten Nord-, Ost- sowie Mitteleuropas heimisch und kommt von den Pyrenäen bis zum Balkan in Höhen bis zu 2.500 Metern vor. Da die Arnika aufgrund ihrer Effekte auf die Gesundheit in der Vergangenheit stark gesammelt wurde, ist sie in der Natur seltener geworden und steht unter Naturschutz.

Die Echte Arnika ist eine Pflanze aus der Gattung Arnika, zu der rund 30 verschiedene Arnikapflanzen zählen. Die Gattung befindet sich wiederum innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Arnica montana ist die einzige Arnika-Art, die in Europa wächst. Die anderen über 30 Arten sind in Nordamerika, Grönland, Sibirien und Asien heimisch. Die leuchtend gelben, aromatisch duftenden Blüten der Echten Arnika zeigen sich meist zwischen Juni und September. Die Heilpflanze kann eine Wuchshöhe von bis zu 60 Zentimetern erreichen und besitzt ein bis drei gegenständige Laubblattpaare. Arnika ist einer der wenigen Korbblütler, dessen Blätter gegenständig angeordnet sind. Die Blätter haben zudem keinen Blattstiel und sind eiförmig-lanzettlich sowie überwiegend ganzrandig. Die Laubblätter befinden sich in Bodennähe, der Stängel der Pflanze ist flaumig behaart.

Arnika ist eine eher junge Heilpflanze. Vor der Entdeckung ihrer gesundheitlichen Wirksamkeit galt sie als magisches Kraut, das vor Hexen, Dämonen und Blitzeinschlägen schützen sollte. Hildegard von Bingen (1098-1179) erwähnte die Pflanze vermutlich zuerst, sie bezeichnete diese jedoch nicht als Arnika, sondern als Wolfsgelegena. Erst seit dem 18. Jahrhundert wird Arnika gezielt zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Zu den typischen Anwendungsbereichen zählten Verletzungen jeglicher Art, Blutergüsse, Venenentzündungen, Krampfadern, Rheuma und Gicht. In Nordeuropa wurden einzelne Pflanzenbestandteile auch als Rauchtabak und Niespulver verwendet. Des Weiteren wurde Arnika häufig für Abtreibungen genutzt.

Auch Goethe soll Arnika-Tee gegen sein Herzleiden getrunken haben. Er berichtete außerdem, dass ganze Pferdekarren mit der gelben Heilpflanze beladen und zu Apotheken gefahren wurden. Die natürlichen Bestände wurden zunehmend rar, sodass die Pflanze auszusterben drohte und 1981 in das Washingtoner Artenschutzabkommen aufgenommen wurde.

Die Echte Arnika ist auch unter anderen Namen bekannt. Gängige Bezeichnungen sind zum Beispiel Bergwohlverleih, Engelkraut, Bergwurz, Wundkraut, Gemsblume, Fallkraut, Johannisblume, Bergdotterblume, Johanniskraut, Sternenblume, Marienkraut, Feuerblume, Kraftrosen, wilder Wegerich, Wolfsdistel, Münchskappe, Schnupftabaksblume und viele mehr.

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Autor

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Herbert Havera ist Autor und beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit der Thematik Ernährung/ Gesundheit. In seiner Recherche sind mehrere Stunden an Arbeit geflossen bzw. stehen wir generell im engen Kontakt mit Forschungseinrichtungen, Mediziner und Anwendern. Dank der wertvollen Informationen aus unserem Netzwerk, sind wir in der Lage stets fundierte Informationen rund um Heilmittel bieten, die uns die Natur freiwillig anbietet. Der enorme Vorteil von Naturheilmitteln ist, dass sie meistens frei von Nebenwirkungen sind. Dennoch dürfen sie nicht hemmungslos konsumiert werden. Wir klären Sie darüber auf, welche Tagesdosis unbedenklich, ideal und nicht mehr gesund ist. Denn wie Paracelsus schon sagte: „Nichts ist Gift, alles ist Gift – alleine die Dosis macht das Gift“.  Wir bieten Ihnen Informationen stets nach einer fundierten Recherche. Wir forschen intensiv nach den neuesten Studien, in denen sich die Naturheilmittel unter strengen Tests bewähren mussten. Und wo sich ein angepriesenes Mittel nachweislich als Mummenschanz und Quacksalberei entpuppt hat, lassen wir Sie das ebenfalls wissen. 

Quellenangabe

 Michael Wink, Ben-Erik van Wyk, Coralie Wink: Handbuch der giftigen und psychoaktiven Pflanzen. Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8047-2425-9.

Gerhard Wagenitz (Hrsg.): Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Pteridophyta, Spermatophyta. Begründet von Gustav Hegi. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Band VI. Teil 4: Angiospermae, Dicotyledones 4 (Compositae 2, Matricaria – Hieracium). Paul Parey, Berlin/Hamburg 1987, ISBN 3-489-86020-9, S. 1372 

Ruprecht Düll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Porträt. 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.

Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 948–949.

 Gerhard Madaus: Lehrbuch der biologischen Heilmittel. Band 1: Heilpflanzen. G. Thieme, Leipzig 1938. (Nachdruck: Olms, Hildesheim 1979, ISBN 3-487-05890-1)

Heinrich Marzell: Zauberpflanzen, Hexentränke (= Kosmos Bibliothek. Band 241). Franckh, Stuttgart 1963, S. 37–38.

Sieben Kräuter müssen es sein. In: katholisch.de. 14. August 2018, abgerufen am 25. September 2019.

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